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GRENZ

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GRENZGÄNGE

Anliegen

In allen Kulturen gibt es "rites de passage" - Übergangsrituale. Sie sind als anthropologische Konstante zu bezeichnen. Ihr Sinn ist es, den Übergang von einem Lebensabschnitt in den anderen zu gestalten. Dies ist offenbar deshalb notwendig, weil der Wechsel von Bekanntem zu Unbekanntem immer mit Angst und Unsicherheit verbunden ist.

Weltweit wird in entsprechenden, in der Struktur sehr ähnlichen Ritualen ausgedrückt, daß der Abschied von einem Lebensabschnitt eine Art "Sterben" ist. Man "stirbt" als Kind, um als heiratsfähige/r Frau/Mann "wiedergeboren" zu werden.

Die Zeit zwischen den beiden klar definierten Lebensabschnitten (z.B. Kind - Erwachsener) ist eine Zeit voller Spannungen und Ungewißheit, eine Krisenzeit. Man hat eine Grenze überschritten und ist noch nicht angekommen. Es ist eine Zeit, in der das Neue - oft qualvoll langsam - entsteht, eine Zeit mit eigenen Regeln und Verhaltensweisen.

In diese Zeit gehört auch die "Unterweisung" über die Rechte, Pflichten, Aufgaben und das Wissen der kommenden Lebensstufe. Und in dieser Zeit empfängt man auf mehr oder weniger geheimnisvolle Weise die "mystische" Kraft für den neuen Lebensabschnitt.

Die wichtigsten Rituale umgeben die Lebenseinschnitte Geburt, Erwachsenwerden/ Hochzeit und Tod. Traditionell wurde und wird die Gestaltung der Rituale von den Religionen übernommen, in unserem Kulturkreis von den christlichen Kirchen. Sie haben in Taufe/ Konfirmation (Firmung)/ Hochzeit/ Beerdigung Lebensübergänge christlich besetzt und gedeutet. Die darunterliegende anthropologische Dimension, d.h. durch rituelles Handeln Lebenskrisen zu bewältigen, ist heute oft nur noch wenig sichtbar, weil die Rituale im Laufe der Zeit erstarrten.

Das Anliegen von GRENZGÄNGE ist es, die lebensbegeleitende, helfende Dimension der Rituale wieder deutlicher zu machen und bewußt einzusetzen.

Konkret: GRENZGÄNGE für Menschen außerhalb der Kirche

GRENZGÄNGE bietet seine Kompetenz für Menschen an, die außerhalb der Kirche stehen, aber trotzdem das Bedürfnis verspüren, wichtige Lebenseinschnitte rituell zu begehen.  In der Beratung wird es darum gehen, in Anlehnung an die in unserem Kulturkreis überlieferten Rituale eigene Formen zu entwickeln und zu gestalten. In "Anlehnung" an Überliefertes deshalb, weil es lange erprobt und voll tiefem Sinn ist, der durch ganz neu Erfundenes nicht überboten werden kann.

Konkret: GRENZGÄNGE für Menschen in der Kirche

GRENZGÄNGE bietet auch Menschen professionelle Beratung an, die Rituale innerhalb der Kirchen feiern möchten, aber den Wunsch haben, dies sehr bewußt und gut vorbereitet zu tun. Die Vorbereitung wird darin bestehen, daß im Gespräch die einzelnen Elemente der tradierten kirchlichen Ritualen durchgesprochen, erklärt und ggf. entsprechend der eigenen Situation ergänzt und gestaltet werden.

 

    Dr. phil.  Angelika-Benedicta  Hirsch
www.grenzgaenge.de hirsch@grenzgaenge.de
Warthestr. 49, D-12051 Berlin;  030 / 62 84 55 91